Saatzucht Steinach GmbH

ANBAU

Neuansaat eines Rasens

Befreien Sie die anzusäende Fläche von Unkräutern und Ungräsern. Falls nötig, müssen Wurzelunkräuter mit sämtlichen Wurzeln von Hand entfernt werden oder mindestens eine Woche vor der Aussaat mit einem Herbizid behandelt werden.

Lockern Sie mit einem Spaten oder mit einer Grabegabel die obersten 15 cm des Bodens. Entfernen Sie dabei Steine und Unkräuter.

Ebnen Sie den Boden mit einem Rechen und lassen Sie ihn für ca. eine Woche absetzen.

Walzen oder treten Sie den Boden an und ebnen ihn nochmals flachgründig mit einem Rechen. Entfernen Sie dabei keimende Unkräuter.

Wählen Sie eine Saatgutmischung nach Ihren Bedürfnissen (Zierrasen, Gebrauchsrasen, Sportrasen......). Entscheiden Sie sich immer für beste Saatgutqualität, sonst wird Ihr Nachbar Sie zwar in den ersten 4 Wochen bewundern, Sie dann aber jahrelang bedauern.

Mischen Sie vor der Aussaat das Saatgut nochmals gründlich durch. Säen Sie bevorzugt im Frühjahr oder Herbst.

Folgen Sie den Hinweisen zur Aussaatstärke. Ein Anhaltswert sind ca. 20 g pro m². Um eine gleichmäßige Verteilung des Saatgutes zu erreichen, empfehlen wir die Aussaat mit einem Säwagen. Rechen Sie das Saatgut flach ein. Es muss nicht mit Erde bedeckt sein, sollte jedoch intensiven Kontakt zum Boden haben.

Bewässern Sie die Aussaat und lassen Sie die Fläche über 4 Wochen keinesfalls austrocknen. Bedenken Sie, dass gerade die langsam keimenden Arten je nach Temperatur ca. 3 Wochen für die Keimung brauchen. Wenn diese während der Keimung vertrocknen, wird die Rasennarbe niemals dicht, da die langsam keimenden Arten wichtige Narbenbildner sind.

Mähen Sie das erste Mal die Spitzen Ihres Rasens, wenn er eine Höhe von ca. 10 cm erreicht hat. Beim ersten Schnitt kürzen Sie den Rasen ummaximal 50 % der Aufwuchshöhe. In den folgenden Schnitten können Sie jeweils etwas tiefer mähen, jedoch sollten Sie nicht tiefer als ca. 3,5 bis 5 cm mähen.

Nach der Aussaat auftretende Fremdpflanzen wie Kamille und Hirsearten verschwinden normalerweise nach den ersten Mähgängen von selbst wieder.




Regenerationssaat eines bestehenden Rasens

Moos und Unkräuter haben es schwerer, wenn Sie durch regelmäßige Nachsaat für eine geschlossene Narbe Ihres Rasens sorgen.

Vertikutieren Sie Ihren Rasen, um alte Grasfilzschichten und Moos zu entfernen.

Rechen Sie die vertikutierte Masse ab und kratzen dabei die Bodenoberfläche etwas an.

Mischen Sie das Saatgut nochmals kräftig und säen Sie 10 – 20 g pro m², je nach Narbendichte oder Narbenschäden.

Bewässern Sie bei Trockenheit, bis die keimenden Samen in der alten Narbe etabliert sind.

Mähen Sie anfangs vorsichtig und nicht zu tief (ca. 4-5 cm).

Vor der Nachsaat blanker Flächen versuchen Sie die Ursachen für das Verkahlen ausfindig zu machen. (Mäher zu tief? Hundeklo? Tropfstellen unter Bäumen?)